Architektur, Film, Fotografie, Freie Kunst, Grafikdesign, Illustration, Mode - und Kostümdesign, Musik, Stadtplanung. Über 140 Leute sind im Frappantgebäude am Arbeiten.
October 31, 2009

Kündigung des Nutzungsvertrages mit 130 Künstlern im Frappant zum 30.11.09.

Pressemitteilung des Frappantvereins vom 30.10.2009

Credit: Miguel Ferraz

Am Montag, den 02.November 2009 um 11:00 Uhr geben 130 Künstler, die im Frappant-Gebäude in der Altonaer Großen Bergstraße arbeiten, kollektiv Zuwendungsanträge bzw. Atelierförderungsanträge bei der Hamburger Kulturbehörde* ab. (*Behörde für Kultur, Sport und Medien, Hohe Bleichen 22, 20354 Hamburg )

Im Gegensatz zu den üblichen Anträgen werden keine Geldbeträge gefordert, sondern politische Unterstützung. 

Grund der Aktion ist, dass nach aktuellem Stand die abgeschlossenen Nutzungsverträge nicht über den 30.November hinaus verlängert werden. Eine Verlängerung wird von Seiten des Eigentümers nicht in Aussicht gestellt.

Das Gebäude würde ab dem 01. Dezember 2009 somit ein weiteres mal leer stehen.Dies, obwohl der aktuelle Investor Ikea nach eigenen Angaben zunehmende Bedenken einräumt, was eine Umsetzung des Projektes in Altona betrifft. 

Sollte es entgegen vorheriger Signalisierungen tatsächlich keine Verlängerung der Nutzung des Frappant-Gebäudes für den Verein Frappant e.V. geben, blieben den 130 Künstlern noch 4 Wochen, um neue Arbeitsräume zu finden. 

Nicht zuletzt in Anbetracht des bevorstehenden Winters wäre dies eine äußerst prekäre Situation. 

Wiederholt haben verschiedene Behörden der Stadt  ihre Bereitschaft geäußert, den Künstlern bei der Suche nach dauerhaft nutzbaren Räumen hilfreich zur Seite zu stehen und konkrete Hilfestellung zu leisten.

Schneller als erwartet ist nun der Zeitpunkt gekommen, wo diesen Versprechen konkrete Maßnahmen folgen müssen.

Die Aktion soll verdeutlichen, dass den Künstlern momentan vier Wochen bleiben, um neue Arbeitsräume zu finden. 

 

 

 

 

Credit: tranquillium

FOTOSHOOTING VIDEO

 

Am 31.10.2009 versammelten sich einige Künstler auf dem Parkdeck zu einem Fotoshooting. Ein Video mit einem Statement zur aktuellen Lage der über 130 Künstler im Frappant.

October 25, 2009

Raumschaffen 01: “Montablen”

Kunst hautnah für Bahrenfelder Schülergruppe

Eine Schülergruppe von der Gesamtschule Bahrenfeld präsentiert die Ergebnisse ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit 1.500 Holzlatten              

                                                                                                                                                                                          Es gibt ansprechendere Orte zur Kunstpräsentation als das Frappant-Gebäude an der Großen Bergstraße. Der Ort ist so sperrig wie das Ausgangsmaterial: hölzerne Konstruktionslatten. Doch der renommierte Wolfsburger Künstler Eimo Cremer schafft unter dem Titel »Montablen« erstaunliche Dinge mit diesem schlichten Material: Formen, Skulpturen, Türme, Räume. Unter seiner Anleitung werden Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 7 bis 10 der Gesamtschule Bahrenfeld in einer Projektwoche einen künstlerischen Prozess durchleben: Verändern, interpretieren, neu-sehen, eigene Ideen umsetzen, Mögliches ausprobieren, dem leeren Raum ein Gesicht geben. Sie haben sich für das Projekt gemeldet und haben nun die Chance, sich hautnah mit Kunst auseinanderzusetzen. Und das nur mit 1.500 Konstruktionslatten aus Holz und ganz vielen Schraubzwingen. Ohne Farben, ohne Ton, ohne Bildschirm! Ob es viele Teenies gibt, die eine Woche intensiv schnöde Holzlatten aus verschiedenen Perspektiven befragt und verbaut haben? Die sich darauf einlassen, unter körperlichem Einsatz dieses stumme Material in Form und Raum zu verwandeln? Fragen sind erwünscht, und alle lassen sich sicherlich nicht nur durch Kunst beantworten, aber viele würden ohne sie vielleicht gar nicht erst gestellt werden.
 
Am Samstag, den 31. Oktober, können die Ergebnisse des »Montablen « - Projekts ab 15 bis 21 Uhr begutachtet werden, am Sonntag, den 1. November ist dazu noch einmal von 12 bis 20 Uhr Gelegenheit. Anschließend werden die »Montablen«, die vergänglichen Skulpturen oder Raumgebilde, wieder zu Holzlatten demontiert, um für neue Werke bereit zu stehen.

 
Das Projekt wird initiiert und begleitet von Galerie der Zukunft, ein Verein, der künstlerische Arbeit – forschend, experimentell, ergebnisoffen – gerne stärker in der Entwicklung des Nachwuchses verankert sehen will. Dabei ist es ein besonderes Anliegen, Kindern und Jugendlichen auch aus nicht-priviligierten Wohngegenden durch die gemeinsame Praxis mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit einer Annäherung an die aktuelle Kunst und ihr Potenzial zu geben.

 


Sa, 31.10.09 um 15 Uhr Ausstellungseröffnung
Frappant,  Große Bergstraße 174, 7. Stock, Hamburg- Altona
Ausstellung: Sa, 31.10. 15 bis 21 Uhr / So, 01.11. 12 bis 20 Uhr


 

October 15, 2009

THE GREAT BIG WABER - 24.10.2009

Eröffnung 24.10.09 - 20:00
Frappant / Ausstellungsfläche 7. Stock
Große Bergstraße 174, Aufgang über das Parkdeck Lawaetzweg
tagsüber geöffnet am 25.10.09 14:00 - 20:00

Juliane Matthaei (HfBK Hamburg) und Marthe Krüger (HGB Leipzig) arbeiten in unterschiedlichen Medien ( Malerei, Skulptur, Fotografie, Film), welche sie in ihrer aktuellen Ausstellung "The Great Big Waber" zeigen. Dort weiten sie die Einzelarbeiten auf den Raum aus und verweben sie zu einer sich stets wandelnden Einheit, welche in ihren unvorhersehbaren Variationen zukünftig an unterschiedlichen Austellungsorten zu sehen sein werden.

October 14, 2009

Frappant Kollektion


Für noch mehr Fotos… auf´s Bild klicken /Credit: Mark Max Henckels

 

October 7, 2009

Kollektion Frappant - 17. Oktober 2009

Die Ateliergemeinschaft Frapant e.V. präsentiert am 17. Oktober um

15:00 Uhr und 19:00 Uhr in der Halle des Frappant-Gebäudes in Hamburg Altona, Grosse Bergstrasse 174,

Die Modenschau der Jungdesignerin Cläre Caspar.

Die architektonischen Grundrisse des Gebäudes wurden als Schnittgrundlagen der Kollektion benutzt,die Graffittis und Plakatierungen der Fassade wurden zu Vorlagen des Textildrucks.

Somit wird das Gebäude tragbar und kann auch nach seiner potentiellen Zerstörung weiterhin durch die Stadt laufen.

Ein offener Aktionstag (Eintritt frei!) mit Live-Siebdruck und Patchworkstation lädt alle Menschen der Stadt Hamburg dazu ein, das Gebäude Frappant textil zu erleben.