Architektur, Film, Fotografie, Freie Kunst, Grafikdesign, Illustration, Mode - und Kostümdesign, Musik, Stadtplanung. Über 140 Leute sind im Frappantgebäude am Arbeiten.
November 29, 2009

Montag im Frappant: Etwas Besseres als Ikea

MO 30. NOVEMBER 19:30H, ERDGESCHOSS GR. BERGSTRASSE 168

Im Frappant-Gebäude in Altona hat das „Recht auf Stadt“ Einzug gehalten – mit tatkräftigem Support von NIONHH. Beim Auftaktfest strömten mehrere Tausend Leute in das ehemalige Kaufhaus, erkundeten die Ateliers, sangen mit der Pudel Maschine „Das ist unser Haus!“, tanzten zu Fatih Akins sowie Tex & Erobiques DJ Set, tranken alles Bier leer und staunten über so viel vielversprechenden Raum.

Heute, am Montag den 30.11., 19:30h denken wir gemeinsam darüber nach, wie wir den als „Schandfleck“ gescholtenen Ort in ein soziales Zentrum für alle verwandeln können. Denn wer noch immer glaubt, dass sich die Stadt durch die Ansiedlung von Megamärkten „beleben“ lässt, möge bitte die unter keystudies_on_BigBoxes gesammelten Studien zum Thema aus den USA zur Kenntnis nehmen. Wal Mart, Ikea & Co. entziehen der lokalen Ökonomie Kaufkraft und senken die Lebensqualität Obwohl es in der Großen Bergstraße schon mehrfach gescheitert ist, hängt der Bezirk Altona am „Konzept Ankermieter“ wie der Süchtige an der Nadel.

Großartig dagegen ist die Vision, einen gescheiterten Siebziger-Jahre-Kauftempel mit lauter nützlichen Einrichtungen zu bestücken, die auch noch Spaß machen. Ein Go-Kart-Bahn für Kinder, günstige Wohnungen, Ateliers, soziale Einrichtungen, ein Gästehaus für die Nachbarschaft – da geht einiges. Hunderte von Anwohner_innen bestaunen seit Samstag das große Bauschild-Transparent „Vom Kaufhaus zum Stadthaus“ im Erdgeschoss (ab Mo draußen). Es gibt eine Vorstellung davon, was möglich wäre, wenn man das Frappant „aus sich selbst heraus“ entwickelt. „Dieser Ort kann viel mehr bieten als eine reine Einkaufsstraße. Dieser Ort kann ein städtisches und kulturelles Zentrum werden und zu einer Plattform für gesellschaftlichen Austausch heranwachsen“, schreiben der Architekt Oliver Zorn und der Stadtplaner Benjamin Häger zu ihrem Konzept. Heute abend stellen sie es vor – flankiert von den Ideen und Konzepten der Frappant-Künstlergruppe SKAM. Außerdem spricht die Initiative „Kein Ikea In Altona“ über denKontext der vom Bezirk gewünschten Ikea-Ansiedlung, den so genannten „Masterplan Altona“ : „Ikea ist nur ein Baustein in der massiven politisch gewollten Veränderung des Gebietes. die Entwicklung unseres Viertels zu bestimmen“, so die Initiative. „Wir haben es also mit dem geplanten Bau von Ikea nicht nur mit Verkehrschaos, Lärm­ und Abgasbelastung oder der Vertreibung von alteingesessenem Gewerbe und den KünstlerInnen zu tun, sondern darüber hinaus mit einem groß angelegten Aufwertungsprozess, der sich ausschließlich an den Interessen von Unternehmen und Wohlhabenden orientiert und die negativen Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung bewusst ignoriert oder sogar befürwortet.“ Hier ist das Flugblatt.

Anschließend gibt’s Gelegenheit zur Diskussion mit Frappant e.V., Initiative und Bürgerbegehren „Kein Ikea In Altona“. Alle Nachbar_innen und Gewerbetreibenden sind herzlich eingeladen. Und schön warm anziehen! Wir bringen Heizungen und Glühwein, ihr bringt Decken mit!

Beflaggung des Frappant



Bilder: (cc) Sven Lohmeyer, 2009

November 28, 2009

“Übersleben” am 30.11.2009 /19:00 und 21:00

Aufgrund aktueller Ereignisse das Gebäude betreffend (der Nutzungsvertrag für die Ateliers, Studios, Proberäume
ist überraschenderweise nicht über den 30.11. verlängert worden) finden die Dezember-Vorstellungen voraussichtlich nicht statt.

Daher spielen wir bis zum offiziellen Ende des Nutzungsvertrages durch!
Bitte Wegbeschreibung beachten.

Am 26.11. hat im Frappant das Projekt “Übersleben” Premiere, eine Theater-Installation nach “Die Memoiren einer Überlebenden” von Doris Lessing aus dem Jahr 1974. Der Roman wirft Fragen auf, die heute genauso unbeantwortet sind wie damals: Leben wir in der Endzeit? Oder wird alles besser? Oder nur anders? Vorstellungen von Verantwortlichkeit gegenüber Gesellschaft und dem Rückzug ins Privateste, der eigenen Traumwelt, prallen aufeinander.
Das Frappant in der Großen Bergstraße bietet die Kulisse für diese Geschichte von Verfall und Veränderung. Die einzelnen Elemente Film, Hörspiel, Musik, Performance verschränken sich ineinander, die utopische Welt des Romans entfaltet sich im Hier und Jetzt. Alltägliches mischt sich mit Traumhaftem, Persönliches mit Gesellschaftlichem, Vergangenheit mit Zukunft.

Die Tage des Frappants sind gezählt. Der Nutzungsvertrag für die dort ansässigen Künstler läuft Ende diesen Monats aus, die letzten Vorstellungen des Projektes “Übersleben” sind ungewiss. Die Vision einer urbanen Dystopie des Romans bekommt durch die neuesten Ereignisse einen sehr konkreten Hintergrund.

Premiere am 26. November 2009
weitere Vorstellungen am 27. - 30.11., jeweils 21:00
am 30.11. Doppelvorstellung um 19:00 und 21:00

Aufgang über die Rampen auf der Gebäuderückseite Lawaetzweg, der weißen Linie folgen.

weitere Informationen über http://uebersleben.wordpress.com/
gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg

Platzreservierung unter uebersleben@googlemail.com

Performance: Charlotte Pfeifer
Hörspiel: Mareike Bernien
Film: Arne Bunk
Musik und Soundinstallation: Pascal Fuhlbrügge
Ausstattung: Gwendolyn Jenkins

November 25, 2009

Einen Gang zulegen - Programm Sa. 28.11.09

Am Samstag den 28. November findet im Frappant ein großes „Recht-auf-Stadt“-Fest statt. Anlass ist die Kündigung der hundertdreißig derzeitigen Nutzer_innen des Gebäudes zum Ende des Monats. Die bevorstehende Räumung soll den Weg frei machen für einen 38-Meter hohen Ikea-Klotz. Dass CDU, GAL und SPD die Entwicklung der Großen Bergstraße einem Möbelkonzern überlassen wollen, ist eine desaströse Entscheidung und keinesfalls ein Einzelfall. Die Große Bergstraße steht stellvertretend für eine Politik, die sich zum Steigbügelhalter für Investoreninteressen macht und soziale Fragen nur mit Aufwertung im Sinne des Immobilienmarktes beanwortet. Aus diesem Grund hat sich das Hamburger „Recht auf Stadt“-Bündnis entschlossen, die öffentliche Debatte um eine Alternative zur Ikea-Ansiedlung tatkräftig zu unterstützen. Das Fest am Samstag wird der Auftakt sein zu einer dauerhaften Belebung des Gebäudes mit Veranstaltungen, in denen sich alle Anwohner_innen über die „Recht auf Stadt“-Initiativen informieren und eine Stadt für alle mitplanen können.

Ganzes Haus
Tag der offenen Ateliers. Den Künstlern, Designern, Stadtplanern, Architekten, Filmemachern, Modedesigner, Fotografen, Typografen einfach mal einen Besuch abstatten. Kaffee trinken, Kuchen essen und ins Gespräch kommen. Hier gibt es eine Übersicht der Ateliers. (ab 11.00h)

7. Stock
Vernissage der Ausstellung: RHOOOMZ
mit dabei: Kunst: Katrin Bethge, Katharina Gschwendtner, Ki Yoon Ko, Igor Maier, Gerald Moll, Stefan Mückner, Helge Saube, Gianna Schade, Olaf Scheller, Tasek, Gulliver Theis, Katinka Theis, Katja Windau. Musik: Knospt (Vernissage ab 20.00h / Ausstellung geöffnet ab 11.00h)

6. Stock
Premiere der Performance “Überleben” v. Charlotte Pfeiffer nach Doris Lessing; „Zurück zum Beton“-Party mit DJs Richard von der Schulenburg, Pascal Fuhlbrügge, Chinchi u.v.m.

EG / Schaufenster
Tagsüber Bar Kaffee / Kuchen / Glühwein.
Am frühen Abend ist die Volksküche vom Gängeviertel zu Gast.

ab 18Uhr
feat. Fatih Akin & Adam Bousdoukos-DJ Team, 1000-Robota-DJ Team, Pudel Maschine Live aka Knarf Rellöm Trinity & Due Nutti Soundsystem mit DJ Patex, Viktor Marek, Knarf Rellöm, Rocko Schamoni, Jacques Palminger, Rica Blunk, Rüftata, Konzerte mit Norton, Demoroll, Gladbeck City Bombing;

ab Sonntag geht das Programm dann mit einer öffentlichen Diskussion rund um das Thema -Recht auf Stadt- im EG weiter.

So 29.11. 19:00 RECHT AUF STADT – WAS IST DAS?

-Unternehmen Hamburg
-Das schwarzgrüne Leitbild
-Die Stadt ist unsere Fabrik




November 22, 2009

RHOOOMZ - 7.Stock - 28.11.2009

Eröffnung  28 – 11 – 09 / 20 Uhr 

Katrin Bethge
Katharina Gschwendtner
Ki Yoon Ko
Igor Maier
Gerald Moll
Stefan Mückner
Helge Sauber 
Gianna Schade
Olaf Scheller
Tasek
Gulliver Theis
Katinka Theis
Katja Windau

Musik: Knospt 


 

Aufgang zum 7. Stock über die Rampen/Parkdeck an der Rückseite des Gebäudes (Lawaetzweg)
eine weiße Linie führt zum Eingang

November 18, 2009

Betriebsausflug zu Ikea am 25.11.09

Eindrücke vom Betriebsauflug zur Ikea Filiale Moorfleet am 25.11.02009

ikea
ikea
ikea
ikea
ikea
ikea
ikea
ikea
Bilder: (c) Miguel Ferraz, Hamburg

Mehr Bilder hier. und hier und hier.

willKür - 7.Stock - 21.11.09

Vernissage am Samstag um 20:00

Ausstellung bis Sonntag, 22. 11. 09
geöffnet von 14 - 19 Uhr

Aufgang zum 7. Stock über die Rampen/Parkdeck an der Rückseite des Gebäudes (Lawaetzweg)
eine weiße Linie führt zum Eingang

November 17, 2009

„als das Wünschen noch geholfen hatte“-Workshops mit Schülern in der Blinzelbar 17. - 24.11.09

„als das Wünschen noch geholfen hatte“

frappant-workshop

Schüler erkunden das Frappantgebäude. Wie soll das Gebäude aussehen? Was wünschen sich Jugendliche darin? Was fehlt ihnen in ihrem Stadtteil?

Selbstgebaute Flugobjekte werden mit den Wünschen beschrieben und fliegen vom Parkdeck des Frappant in die Große Bergstraße

Die Abflugtermine sind:
Mittwoch, 18.11.09 - 11 Uhr mit Schülern der Carsten-Rehder-Schule
Freitag, 20.11.09 - 11 Uhr mit Schülern der Louise-Schröder-Schule
Dienstag, 24.11.09 - 11 Uhr mit Schülern der Gesamtschule Bahrenfeld

Alle sind herzlich eingeladen, das Fliegen der Papierflieger zu beobachten.
Große Bergstraße 168 - 174, Altona-Altstadt

Die Arbeiten der Schüler werden Ende November in der Blinzelbar im Frappanterdgeschoß ausgestellt.

Ein Projekt mit Claudia Behling und Judith Haman

Blinzelbar im Frappant Große Bergstraße 168 EG
———————————————————————————————————————————
Dieses Projekt wird mit Mitteln aus dem Verfügungsfond des Sanierungsbeirats Altona-Altstadt gefördert.

November 14, 2009

Frappant? SCHAUSTDUKUNST!


November 8, 2009

„Heüt stend si” 14. November 2009, 20 Uhr

Stefan Alber
Adrian Alecu
Immo Eyser
Patrick Farzar
Almut Grypstra
Michael Heering
Frau Jenson
Ralf Jurszo/Mathias Will 
Seok Lee 
Sebastian Lindau 
Kathrin Milan 
Veronika Mustac
Ulrike Paul
Ina Schilling
Olaf Scheller 
Wiebke Siem
Minchul Song 
Simon Starke
Katinka Theis
Roland Trost
Holger Trepke
Daniela von Hoerschelmann
Katja Windau

Ausstellung bis Dienstag, 17. 11. 09
täglich geöffnet von 14 - 18 Uhr 

um 21:30 Uhr spielen Christian King & Band gegen 23 Uhr: Kreisferkeer Flaake

Aufgang zum 7. Stock über die Rampen/Parkdeck an der Rückseite des Gebäudes (Lawaetzweg)
eine weiße Linie führt zum Eingang

 

Do.12.Nov.09 - 20.00: Vom “luftgerechten Bauen” zur “neuen Art des Einkaufens” - Blinzelbar im Frappant (EG)

Vom “luftgerechten Bauen” zur “neuen Art des Einkaufens”.
Die Planungsgeschichte der Großen Bergstrasse in Umrissen.

Vortrag von Sylvia NeckerArchitekturhistorikerin

Die Architektur der 50er/60er Jahre, die uns in den bunt bebilderten Architekturführern damals wie heute als „Hamburger Moderne“ präsentiert wird, scheint heute keine Lobby mehr zu haben. Seit den 80er Jahren ist eine Debatte um den Abriss der sog. „Bausünden“, wie die Gebäude jetzt geschmäht werden, entstanden, die bis heute andauert.
In dem kurzen Vortrag werden Kontinuitäten und Diskontinuitäten der Architekturgeschichte der Großen Bergstrasse und die verschiedenen Phasen des Umgangs mit dieser Architektur im Stadtviertel Altona nachgezeichnet.
Anhand von Plänen, Bildern und Quellen aus Planungsakten und zeitgenössischer Presse soll die Planungsgeschichte der ersten großen Fußgängerzone der BRD vorgestellt werden.

In anschließender Diskussion können Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Umgangs mit der Großen Bergstraße in Altona diskutiert werden, gerade im Zusammenhang mit der aktuellen Entwicklung, die den Abriss des "frappant" und den Neubau eines IKEA-Möbelhauses vorsieht.

 

 

 

Blinzelbar im Frappant             
Große Bergstraße 168             
22767 Hamburg  

November 3, 2009

Offene Ateliers am Sa. 7.Nov.09 - 11 bis 19 Uhr

 
******************************************
HERZLICH WILLKOMMEN, ZUM 1. TAG DER OFFENEN ATELIERS IM FRAPPANT


Noch kein Advent und schon öffnet sich das erste Türchen:
130 Künstler empfangen Sie herzlich zum Tag der offenen Ateliers im Frappant! Eine einmalige Gelegenheit, den "Kreativen" bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen und das Innenleben des Frappantgebäudes mit Kaffee und Kuchen, Waffeln und Glühwein zu erkunden. Los geht´s in der Blinzelbar, Große Bergstraße 168, 22767 Hamburg, von dort in die oberen Stockwerke.
 
Samstag, 7. November, von 11.00 bis 19.00 Uhr
 
Das Frappantteam wünscht viel Vergnügen auf der Entdeckungsreise durch ein Gebäude, das es hoffentlich noch länger geben wird.
 
November 2, 2009

taz - Altona wird Protestmeile

Altona wird Protestmeile:
GENTRIFIZIERUNG Künstler und Aktivisten feiern gegen den Abriss des Frappant-Gebäudes. Ikea-Unterstützer wollen angeblich Unterschriften zurückziehen

taz / 30.11.2009 / zum Artikel

November 1, 2009

Ein weiteres mal… Freitag, 20:oo Eröffnung 7.Stock

Freitag,
6.11
Vernissage
19 Uhr Einlass
20 Uhr Offizielle Eröffnung
WALD (performance/hh)
niedervolthoudini (avec/hh)

Samstag,
7.11
Finissage
19 Uhr Einlass
20 Uhr Offizielle Eröffnung
Rotkäppchen (london/uk)
niedervolthoudini (audiovisual experimental e-clash/hh)

Sonntag, 8.11
Matinee
14-20 Uhr Kaffee und Kuchen

Ausstellende Künstler:

Andrea Wichmann, Antje Truelsen, Birgit Brandis, Christiane Bruhns, Claudia Paechnatz, Feuerlöscher Tv, Gabriele Wingen, Gitte Jabs, Gordon Müllenbach, Helga Damm, Julia Phillips, Lujan Martelli, Marcela Moraga, Markus Armbrecht, Margarethe Mielentz, niedervolthoudini, Paola Capelo, Rotkäppchen, Thomas Tannenberg, Victoria Bürgin

Frappant e.V., Grosse Bergstrasse 174, Aufgang Lawaetzwegrampen, Altona