Blinzelbar ** Do. 3. 12.09 - 20.00 -Michel Chevalier präsentiert Pudel Art Basel***
Donnerstag, 3. - 7. Dezember 2009
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Michel Chevalier präsentiert Pudel Art Basel
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Videoprojektion
Dokumente
Eröffnung: Donnerstag, 3. Dezember 09 - 20 Uhr
Ein Sonntagnachmittag im letzten August: in einer Menschenmenge tauchen Chanel und Yves Saint Laurent Sonnenbrillen auf, man erspäht zwischen Louis Vitton- und Prada-Taschen einen bekannten Kunstsammler, der in der FDP aktiv ist. Während man auf das Gelände eines trendy Clubs in der Nähe des Hafens schlendert, versteigert eine Lokalgröße Kunstwerke von jungen Talenten und Hamburger Stars, die es bereits in den Kunstmarkt geschafft haben. Elf Monate nach dem finanziellen Zusammenbruch scheinen die sozialen Hierarchien an diesem Ort noch immer stabil. Aber warte mal! Diese Auktion soll einer Anti-Gentrifizierungsinitiave zugute kommen…In welcher Realität befinden wir uns eigentlich? “Kunstmarkt gegen Gentrifizierung: ist das überhaupt möglich?” fragt einer der Gastgeber. Ja, inmitten von sich selbstzelebrierender Kunst und “Politik” ist der Raum für Kulturpolitik kaum mehr als ein Vakuum.Zwei Videoprojektionen und ausgewählte Dokumente untersuchen dieses Vakuum, welches letzten August auf den Kreuzungen von Radical Chic und sozialem Networking zur Schau gestellt wurde.
Gefördert von der Behörde für Kultur, Sport und Medien der Hansestadt Hamburg.
Öffnungszeiten:
Do - Mo. 18 - 21 Uhr
und nach Vereinbarung


Verstehe ich nicht: Am Samstag lasst ihr euch von der Pudel-Crew ein Fest beschallen, das euch die Kassen voll macht. Und ein paar Tage später heißt es dann, dass Benefizveranstaltungen mit dem Pudel die sozialen Hierarchien stabilisieren und nicht glaubwürdig für den Kampf gegen Gentrifizierung sind?
Comment by Twickel — December 3, 2009 @ 12:22 pm
Hey blinzelbar wirst du jetzt zur Wärmehalle des Ressentiments? Finde ich echt fair von euch, erst den Pudel ordentlich für die Besetzung arbeiten lassen, dann den protestantischen Schmähredner ins gemachte Bett - auf die freigekämpfte Bühne setzen und die Antigentrifizierungsbewegung in den Dreck ziehen lassen. Wo wollt ihr eigentlich hin?
Comment by CS — December 3, 2009 @ 8:01 pm
wessen brot ich ess dessen lied ich sing?”Gefördert von der Behörde für Kultur, Sport und Medien der Hansestadt Hamburg.”
everybodies darling is everybodies depp.
ciao
Comment by fj — December 4, 2009 @ 7:26 am
Es ist schon merkwürdig, dass sich diese “Antigentrification-Kampagne” FDP-Kunstsammler bedient. Was das mit Ressentiment zu tun haben soll, frage ich mich - wenn es doch diese Veranstaltung gab?!? Die Abbildung der VA innerhalb dieser Ausstellung scheinen hier ja für den einen (Twickel) oder den anderen (CS) äußerst schmerzhaft zu sein? Vielleicht doch lieber wieder den Kopf in den Sand zurück?
Comment by KM — December 6, 2009 @ 2:03 pm
ich finde es richtig, dass endlich mal über die beschriebenen Phänomene (Wer fördert eigentlich wen? Mit welchen Interessen? Und vor allen Dingen: Hat die Förderung Einfluss auf die Kunst?) in der Kunst gesprochen wird. Zumal solche (Prada-Chic)”Kunst” sich ohnehin ihres widerständigen Charakters entledigt hat, so sehr ihre Betreiber auch das Gegenteil behaupten. In Wilhelmsburg, dem Fokus Hamburger Stadtentwicklungspolitk, hat Kunst und radical chic schon seine Aufgaben mit IBA-Ausstellungen, IBA-Finanzierung (LIGNA) und “alternativen” Wohnprojekten übernommen. Genau wie es der Senat geplant hat. “Kunstmarkt gegen Gentrifizierung” ist leider weder ein neues Phänomen noch eine vereinzelte Abweichung.
Comment by Horst — December 7, 2009 @ 11:17 am
Danke, Heiner und Judith, dass ihr durch die Ermöglichung dieser Ausstellung das Frappant als einen Raum definiert, der sich der üblichen programmatischen Einförmigkeit widersetzt. Aus meiner Sicht zeugt das von politischer Weitsicht, mal abgesehen davon, dass mich Eure Treffsicherheit in künstlerischen Fragen immer wieder beeindruckt.
Comment by Rahel — December 8, 2009 @ 9:54 am
Wenn es nicht mehr möglich sein sollte, sich durch die Kunst kritisch mit Zusammenhängen aus verschiedensten Perspektiven auseinadersetzen zu können und diese auch an Orten der Reibung Auszustellen - dann ist die Gentrifizierung das kleinste Problem.
Comment by Administrator — December 9, 2009 @ 9:21 am
Hey, “Administrator”, Deinen Ort der der Reibung gibt’s nicht mehr. Aber das ist für Dich wahrscheinlich “das kleinste Problem”.
Comment by Repressive Toleranz — August 29, 2010 @ 8:15 am
Es gibt wieder neue Gelegenheit, im Video von Michel “König der Desinformation” Chevalier aufzutreten. Heute startet Pudel Art Basel 2, wieder im “gesellschaftlichen Vakuum” St. Pauli, wieder mit bling bling, teurer Kunst und Semiprominenz -
http://www.pudel.com/termine.php
Comment by Repressivere Toleranz — August 29, 2010 @ 8:30 am