Vom Kaufhaus zum Stadthaus

Vom Kaufhaus zum StadtHaus
In der aktuellen öffentlichen Debatte dreht sich alles um die Fragen:
Wie wollen wir in unserer Stadt leben? Wem stehen städtische Flächen offen und wie können wir sie produktiv nutzen? Wie können wir Räume kultureller Produktion und gesellschaftlicher Aushandlung sichern und als konstitutives Element der Stadtentwicklung begreifen?
Als Zeitzeuge der Hamburger Stadtentwicklungs- und Kulturgeschichte hat das Frappant- Gebäude starken symbolischen Wert. War es in den 70er Jahren noch europaweit ein Vorzeigeprojekt, so wird es heute durch die jahrelange Verwahrlosung und politischen Versäumnisse als Schandfleck wahrgenommen.
Stadt und Politiker aber stehen in der Pflicht, urbane Räume und Felder zu unterstützen, vor allem dann, wenn sie von BewohnerInnen der Stadt in privater Initiative „beackert“ werden. Dort, wo kreative Experimentierfelder, soziale Netzwerke und heterogene Entwicklungen wachsen, entsteht die Nährlösung für eine lebendige und kreative städtische Gesellschaft.
Im Frappant beginnt sich seit ein paar Monaten eben dieses Modell von Urbanität zu entwickeln. Gegenwärtig haben sich 140 Menschen – Bildende Künstler, Designer, Architekten und Stadtplaner, Fotografen und Musiker – im Frappant-Gebäude als Verein Frappant e.V. zusammengeschlossen und vernetzt. Vier Etagen werden vollständig als Ateliers, Proberäume, Studios, Büros und Galerien genutzt. Aus Altona liegen viele Anfragen für die Nutzung weiterer Freiflächen im Gebäude vor. Es formiert sich eine wertvolle, neuartige Perspektive für die Zukunft der Großen Bergstraße und des gesamten Quartiers.
Denn das Frappant bietet die heute selten gewordene Chance, einen Ort aus sich selbst her- aus zu entwickeln. Dieser Ort kann viel mehr bieten als eine reine Einkaufsstraße. Dieser Ort kann ein städtisches und kulturelles Zentrum werden und zu einer Plattform für gesellschaftlichen Austausch
heranwachsen. Entwickeln wir das Frappant gemeinsam: vom Kaufhaus zum StadtHaus!
Das Frappant ist ein Freiraum für Experimente verschiedenster Art, der den öffentlichen Raum rund um die Große Bergstraße wirkungsvoll belebt. Das Frappant eignet sich gerade durch das Gebäudevolumen und die innere Raumstruktur für unterschiedliche Nutzungen, die sich hier gegenseitig synergetisch befruchten können. Durch die programmatische Dichte und das vielfältige Angebot werden die strukturellen Defizite der Umgebung ausgeglichen.
Damit dieses Konzept in einem nachhaltigen Prozess umgesetzt werden kann, braucht das Frappant zeitlichen und finanziellen Spielraum. Zu allererst muss die Stadt ihr Vorkaufsrecht in Anspruch nehmen und eine Frappant Genossenschaft bei ersten dringlichen Sanierungsmaßnahmen unterstützen.
Für weiterführende Informationen über das Konzept, das Gebäude und die aktuelle Situation sind Sie herzlich eingeladen, sich persönlich zu informieren.
Hier gibt es den Flyer (Bild und Text) als pdf-Version zum Drucken und Weiterleiten.


